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Einsteiger

Kostenloses Girokonto: Die besten Konten im Vergleich

Viele Banken verlangen inzwischen Gebühren für das Girokonto. Mit dem richtigen Anbieter zahlst du nichts oder nur sehr wenig – und bekommst trotzdem gute Karten, eine moderne App und kostenloses Bargeld.

Dein FahrplanSchritt 1 von 7: Überblick verschaffen

Auf einen Blick

  1. Kostenlose Girokonten gibt es vor allem bei Direkt- und Neobanken, oft gebunden an einen monatlichen Geldeingang.
  2. Vergleiche das Gesamtpaket: Kontoführung, Karten, Bargeld, Auslandseinsatz und Dispozins.
  3. Banken müssen dir beim Kontowechsel helfen. Der Umzug ist meist in wenigen Wochen erledigt.
  4. Jeder mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU hat Anspruch auf ein Basiskonto.
Unsere Leseempfehlung

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Kontokosten im JahrGebührenkonto gegen kostenloses Konto
Gebührenkontomit Karten112 €KostenlosesKonto0 €

Über zehn Jahre sind das über 1.100 €.

Deine Strategie in drei Zügen

Dein nächster Zug

  1. 1

    Kosten ermitteln

    Sieh in der Entgeltaufstellung nach, was dich dein Konto im Jahr kostet.

  2. 2

    Neues Konto wählen

    Achte auf Kontoführung, Bargeld und Bedingungen wie einen Mindestgeldeingang.

  3. 3

    Wechselhilfe nutzen

    Lass Lastschriften und Daueraufträge über den Kontowechselservice umziehen.

Schritt 1 von 7 im Finanz-Fahrplan: Überblick verschaffen.

Ausführlicher Ratgeber7 Min. Lesezeit · 13 Abschnitte mit Beispielen, Begriffen und Fragen

Welche Kosten bei einem Girokonto anfallen können

KostenpunktWorauf achten
KontoführungsgebührKostenlos oder nur bei Mindestgeldeingang?
KartenKostet die Girocard oder Debitkarte extra? Gibt es eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr?
BargeldWie viele kostenlose Abhebungen im Inland und im Ausland?
ÜberweisungenOnline meist kostenlos, beleghafte Überweisungen oft gebührenpflichtig.
AuslandseinsatzFallen bei Zahlungen in fremder Währung Gebühren an?
DispozinsWie hoch ist der Zins bei Überziehung?

Die Grundgebühr allein sagt wenig. Ein Konto für 0 € mit teurer Karte und Gebühren für jede Bargeldabhebung kann teurer sein als ein Konto mit kleiner Grundgebühr und allem inklusive.

Filialbank, Direktbank oder Neobank?

  • Filialbank: Persönliche Beratung, Bargeld am Schalter, dichtes Automatennetz. Dafür meist Kontoführungsgebühren.
  • Direktbank: Kein Filialnetz, Service per Telefon und online. Oft kostenlose Konten und Kreditkarten mit günstigem Auslandseinsatz.
  • Neobank: Komplett per App, schnelle Kontoeröffnung, Echtzeit-Benachrichtigungen, Unterkonten für Sparziele. Service fast nur im Chat.

Viele Menschen nutzen inzwischen ein Konto bei einer Direkt- oder Neobank als Hauptkonto und behalten für besondere Fälle ein günstiges Konto bei einer Filialbank.

Girocard, Debitkarte, Kreditkarte

Zum Girokonto gehört eine Bankkarte. Lange war das in Deutschland die Girocard. Viele Banken geben inzwischen stattdessen eine Debitkarte von Visa oder Mastercard aus. Sie funktioniert auch online und im Ausland, wird aber vereinzelt im Handel noch nicht akzeptiert. Für Reisen und Mietwagen ist zusätzlich eine echte Kreditkarte praktisch. Mehr dazu im Kreditkarten-Vergleich.

Kontowechsel Schritt für Schritt

Seit 2016 sind Banken gesetzlich verpflichtet, beim Kontowechsel zu helfen. Die alte Bank muss Informationen über Daueraufträge und Lastschriften liefern, die neue Bank richtet sie ein und informiert auf Wunsch deine Zahlungspartner.

  1. Neues Konto eröffnen und die Kontowechselhilfe direkt im Antrag auswählen.
  2. Umzug der Zahlungen bestätigen: Daueraufträge, Lastschriften und regelmäßige Eingänge auswählen.
  3. Arbeitgeber und Kasse informieren: Gehalt, Kindergeld und Erstattungen auf die neue IBAN umstellen.
  4. Parallel laufen lassen: Das alte Konto einige Wochen behalten und prüfen, ob noch Buchungen eingehen.
  5. Altes Konto kündigen: Wenn alles umgezogen ist. Restguthaben wird auf das neue Konto überwiesen.
Jährliche Zahlungen nicht vergessen

Manche Lastschriften kommen nur einmal im Jahr, etwa für Versicherungen oder Mitgliedsbeiträge. Geh deshalb die Kontoauszüge der letzten zwölf Monate durch, bevor du das alte Konto schließt.

Basiskonto, P-Konto und Konten für Kinder

  • Basiskonto: Jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU hat Anspruch darauf, auch bei schlechter Schufa oder ohne festen Wohnsitz. Die Gebühren müssen angemessen sein.
  • Pfändungsschutzkonto (P-Konto): Jedes Girokonto kann in ein P-Konto umgewandelt werden. Ein monatlicher Grundfreibetrag ist dann vor Pfändung geschützt.
  • Konto für Kinder und Jugendliche: Meist kostenlos und ohne Überziehungsmöglichkeit. Gut, um früh den Umgang mit Geld zu lernen.
  • Gemeinschaftskonto: Für Paare praktisch, beide haften aber für einen Dispo und können in der Regel allein verfügen.

Der Dispo: Bequem, aber teuer

Die meisten Girokonten haben einen Dispositionskredit, mit dem du dein Konto überziehen kannst. Die Zinsen liegen oft über 10 % pro Jahr. Ein niedriger Dispozins ist zwar ein Plus beim Vergleich, wichtiger ist aber, den Dispo möglichst gar nicht zu nutzen. Wer regelmäßig im Minus ist, sollte über eine Umschuldung und einen Notgroschen nachdenken.

Unsere Vergleichsmethodik

Wir bewerten Girokonten nach Gesamtkosten für typische Nutzer, Karten, Bargeldversorgung, Auslandseinsatz, Dispozins, App und Service sowie Bedingungen wie Mindestgeldeingang. Provisionen beeinflussen die Reihenfolge nicht. Mehr auf der Seite So verdienen wir Geld.

Kosten prüfen: Die jährliche Entgeltaufstellung

Banken müssen dir einmal im Jahr eine Entgeltaufstellung schicken, in der alle Gebühren für dein Girokonto aufgelistet sind. Sie ist die beste Grundlage für einen Vergleich: Du siehst schwarz auf weiß, was dich dein Konto tatsächlich kostet. Vor Vertragsschluss erhältst du außerdem eine standardisierte Entgeltinformation, die den Vergleich zwischen Banken erleichtert.

Beispiel

Kontoführung 5,90 € im Monat, Girocard 12 € im Jahr, Kreditkarte 30 € im Jahr: zusammen gut 112 € im Jahr. Ein kostenloses Konto mit kostenloser Karte spart diesen Betrag jedes Jahr – über zehn Jahre über 1.100 €.

Konten für besondere Zielgruppen

  • Studierende und Azubis: Viele Banken bieten kostenlose Konten bis zu einem bestimmten Alter oder bis zum Ende der Ausbildung, oft ohne Mindestgeldeingang.
  • Selbstständige: Für geschäftliche Zahlungen kann ein separates Konto sinnvoll sein – manche Banken verlangen dafür ein Geschäftskonto.
  • Senioren: Für viele ist eine erreichbare Filiale oder ein telefonischer Service wichtiger als der letzte gesparte Euro.

Sicherheit beim Online-Banking

Banken fordern dich nie per E-Mail, SMS oder Telefon auf, Zugangsdaten oder Freigabecodes preiszugeben. Bestätige in der App nur Vorgänge, die du selbst ausgelöst hast, und nutze die Empfängerprüfung bei Überweisungen. Bei Verdacht auf Betrug sofort Karte und Zugang sperren lassen.

Kontomodelle im Überblick

ModellTypische LeistungenFür wen
Online-KontoKontoführung per App und Website, oft kostenlosAlle, die ihre Bankgeschäfte digital erledigen
Standardkonto mit FilialeBeratung vor Ort, beleghafte Überweisungen, KontoauszugsdruckerWer persönlichen Service schätzt
PremiumkontoKreditkarte, Versicherungen, Reiseleistungen gegen höhere GebührNur, wenn du die Leistungen wirklich nutzt

Begriffe kurz erklärt

Girokonto
Konto für den täglichen Zahlungsverkehr: Gehalt, Überweisungen, Lastschriften, Karten.
Mindestgeldeingang
Monatlicher Betrag, der eingehen muss, damit das Konto kostenlos bleibt.
Girocard
Deutsche Bankkarte, früher EC-Karte genannt.
Debitkarte
Karte von Visa oder Mastercard, bei der Zahlungen sofort vom Konto abgebucht werden.
Kontowechselhilfe
Gesetzlicher Service, bei dem die Banken Daueraufträge und Lastschriften für dich umziehen.
P-Konto
Pfändungsschutzkonto, das einen Grundfreibetrag vor Pfändung schützt.

Häufige Fragen

Kann ich mein altes Konto nach dem Wechsel sofort schließen?

Besser nicht. Lass das alte Konto noch einige Wochen bis wenige Monate parallel laufen. So siehst du, ob wirklich alle Lastschriften, Gehaltseingänge und Daueraufträge auf dem neuen Konto ankommen. Erst wenn über einen vollen Monat nichts mehr auf dem alten Konto passiert, kündigst du es und überweist das Restguthaben.

Brauchen Paare ein Gemeinschaftskonto?

Nicht zwingend, aber es kann praktisch sein. Viele Paare nutzen ein gemeinsames Konto für Miete, Einkäufe und Verträge und behalten daneben ihre eigenen Konten. Beachte: Bei einem Gemeinschaftskonto haften in der Regel beide Kontoinhaber für einen Dispo oder ein Minus auf dem Konto.

Darf die Bank die Gebühren einfach erhöhen?

Nur mit deiner Zustimmung. Gebührenerhöhungen müssen angekündigt werden, und du kannst ihnen widersprechen. Im Zweifel ist das ein guter Anlass für einen Wechsel.

Ist ein kostenloses Girokonto wirklich kostenlos?

Oft ja, sofern du die Bedingungen erfüllst. Achte auf Gebühren für Karten, Bargeld und beleghafte Überweisungen.

Wie lange dauert ein Kontowechsel?

Mit der Kontowechselhilfe meist zwei bis vier Wochen, bis alle Zahlungen umgestellt sind.

Wirkt sich ein neues Girokonto auf die Schufa aus?

Die Eröffnung wird gemeldet, hat aber in der Regel keinen spürbaren Einfluss auf deinen Score.

Kann ich mehrere Girokonten haben?

Ja. Ein P-Konto darfst du allerdings nur einmal haben.

Quellen: Zahlungskontengesetz (Kontowechselhilfe, Basiskonto, Entgeltinformation), § 850k ZPO und Pfändungsschutzkonto-Regelungen, Verbraucherzentrale, Deutsche Bundesbank.